
Porcelain rhinoceros pair in Albrechtsburg, Meissen, Germany
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Im Laufe ihrer siebzehnjährigen Ausstellungstour durch Europa weilte sie vom 5. bis 19. April 1747 in Dresden. Hier besichtigten sie nicht nur Kurfürst Friedrich August II. und seine Familie, sondern auch Mitarbeiter der Meissener Porzellanmanufaktur – wahrscheinlich sogar der berühmte Modelleur Johann Joachim Kändler (1706-1775). Ihm wird zumindest die Neufassung des Meissener Nashorns zugeschrieben, die um 1754 in natürlicherer Form und ohne das bei Kirchner noch vorhandene zweite Horn auf der Schulter entstand.
Eine frühe Ausformung dieses Kändlerschen Panzernashorns ist seit 2015 im Böttgerzimmer der Albrechtsburg zu sehen. Als Besonderheit trägt es auf der Seite die in Unterglasurblau aufgemalte Modellnummer 2333. Daraus kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit folgern, dass dieses Nashorn als Mustervorlage für die Modellierer und Bossierer, welche die Einzelteile (wie Kopf, Rumpf und Füße) zusammenfügten, gedient hat. Es wäre damit ein Hilfsmittel für die serielle Herstellung dieser Tierplastik in den Räumen der Albrechtsburg Meissen gewesen, in die es nun wieder zurückgekehrt ist.













