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Rhino Resource Center

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History of Clara

1748 / Neurenberg, Germany

Manuscript chronicles of Neurenberg provide the exhibition dates for about five weeks in summer 1748 (source 4351; source 4352). The artist J.D. Meijer included two views of the animal in his book of 1757 (source 4353). Rösel von Rosenhof saw the animal in Neurenberg in 1748 with age of 9 years (source 4354), which is higher than most at that time. A series of commemorative medals were struck in Neurenberg by P.P. Werner which was made available in German, French and Italian versions (source 4356, source 4357, source 4358). The medals possibly continued to be sold during later travels, but always dated 1748.

Schütt is an island in the River Pegnitz in the centre of Neurenberg.

A previous visit to Neurenberg in 1747 remains to be substantiated.

Literature:

  • Emmerig 1978: 21, 24 note 23
  • Faust 2003 p. 104
  • Verheij 1989: 28
  • De Ranitz 2022, p. 241

Source 4351. Nürnberger Chronik 1748

Quoted in Emmerig 1978: 21, 24 note 23. Nürnberger Chronik, zitiert nach Abschrift des Stadtarchiv Nürnberg

The Chronik is a manuscript in Stadtarchiv Nürnberg, (Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg). The notices are shown here from scans made by the archives in 2025.
Internet: http://www.stadtarchiv.nuernberg.de

Nürnberger Chronik F1 Nr. 62, p. 151
Text:

Original text (German)

Den 22. Juli [1748] ist das berühmt grose u. in Europa sehr rare Naßhorn hier angekommen, welches man auf der Schütt in einem bretternen Hause hat sehen lassen. Es war von Farbe kastanienbraun.

Translation
On 22 July [1748], the famous large and very rare rhinoceros arrived here, which was displayed in a wooden house on the Schütt. It was chestnut brown in color.

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Nürnberger Chronik F1 Nr. 60, p. 120
Text:

Original text (German)
Den 27. Nov. [1748] kam Herrn Herrman Daniel Schnellers, Handelsmann auf dem Milchmarkt, Eheweib in das Kindbett und brachte eine Mißgeburt nach dem Rinozero / welcher Montag den 22. Juli hier ankam und Diensdag den 20. August h[uius] a[nni] wieder abgieng / oder Naßhorn; man ließ derselben ein Ader und sollte verschwiegen bleiben.

Translation
On 27 November [1748], the wife of Herrman Daniel Schnellers, a merchant in the milk market, went into childbirth and gave birth to a monstrous offspring, like the rhinoceros, which arrived here on Monday, 22 July, and left again on Tuesday, 20 August 1748; they bled the baby and were to remain silent.

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Source 4352. Nürnberger Chronik, general information for 1748

Nürnbergische Chronick, oder kurzgefaßte Erzählung der merkwürdigsten Begebenheiten des vorigen und jetzigen Jahrhunderts. Band 1

https://dlib.gnm.de/item/Hs5265-1/117
Germanisches National Museum, Hs 5265 [1] – digital

Original text (German)
[p.99] 1748
Für genauer Zeit wurde auf der Insel Schütt allhier, in einer dazu aufgeschlagnen Gütter, ein Naßhorn gezeigt. Daselbe wurde im J. 1741, als es 3 Jahr alt war, [illeg] dem Capitain David Mout aus Bengalen nach Holland gebracht, es war in dem Gebiete des Großmohols, in der Landschafft Assem, gefangen worden, ist nur noch ein Kalb und wächst noch, indem solche Thiere über hundert Jahr alt werden. Damals wog es 5000 Pfund, war dunckel-braun, hat keine Haare, als nur einige an den Ohren und am Ende von dem Schwanz. Auf der Nase hat es sein Horn, [x]. war sehr schnell im Laufen, konnte schwimmen und tauchen wie eine Ente. Es frass täglich 60 Pfund Heu und 20 pfund Brod, und trinkt 14 Eimer Wasser, und weil es nur 1 Monat alt war, als es gefangen wurde, so war es sehr zahm.

Translation
At some time in 1748, a rhinoceros was exhibited on the island of Schütt here, in a shed erected for that purpose. It was brought [illeg] by Captain David Mout from Bengal to Holland in 1741, when it was 3 years old. It had been captured in the territory of the Great Mogol, in the Assem region. It is now only a calf and is still growing, as such animals can live for over a hundred years. At that time, it weighed 5000 pounds, was dark brown, and had no hair except for a few strands on its ears and at the end of its tail. It had a horn on its nose, [illeg]. It was very fast at running and could swim and dive like a duck. It ate 60 pounds of hay and 20 pounds of bread daily and drank 14 buckets of water. Because it was only 1 month old when it was captured, it was very tame.

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Source 4353. Meyer 1756 – Nuremberg in 1748

* Johann Daniel Meijer (Meyer) (1713-1752)

Meyer, J.D. 1756. Vorstellung mancherleij fremder und seltener Thiere, alle auf das richtigste in Kupfer gebracht, der Natur gemass mit ihren Farben abgebildet und herausgegeben. Nuernberg, Andreas Bieling. vol. 3, pp. 1-10, plates 1-30.

* This is the third and last volume. Meijer is called on the title-page ‘Miniatur Mahler’.

Original text (German)

DAS NASHORN. Tab. XXIX. XXX.
Als wir es im Jahr 1748 zu Nürnberg gesehen, verkaufte der Besitzer desselben die Abbildung davon, worunter folgendes zu lesen war:
“Wahre Abbildung von einem lebendigen Rhinoceros oder Nashorn, welches nach vieler Meynung der Behemoth seyn soll, wovon Hiob am 40.Cap. gedacht wird. Dieses Thier ist nur das zweute von dieser Sorte, welches hemals in Europa gewesen ist. Es ist ohngefehr acht Jahr alt, und anjetzo noch ein Kalb, dieweil es noch viele Jahre wächst, und diese Thiere auf hundert Jahre alt werden. Es wiegt anjetzo 5000. Pfund schwer, und ist viel grösser als es aus Bengalen im Jahre 1741. nach Holland überbracht worden. Es ist in Asia, im Lande Assem, unter der Herrschaft des grossen Moguls gefangen worden. Dieses Thier ist dunkelbraun, hat keine Hare, gleichwie der Elephant, (von welchem es ein grosser Feind ist) doch an den Ohren und am Ende des Schwanzes sind einige Härlein; auf der Nase hat es ein Horn, womit es die Erde sehr geschwind umgraben kan, ist schnell im Lauffen, kan schwimmen und tauchen im Wasser wie eine Ente. Sein Kopf ist nach und nach vorn spitz, die Ohren gleich eines Esels, die Augen nach Proportion von dem grossen Thier sehr klein, und kan nicht anders als über die Seite von sich absehen. Die Haut ist als ob sie mit Schilden gedecket sey, dieselben schlagen wohl eine Hand breit übereinander hin, und sind zwey Zoll dicke. Die Füsse sind kurz und dicke, versehen mit drey Klauen. Zu täglicher Unterhaltung ist es sechzig Pfund Heu, zwanzig Pfund Brod, und trinket vierzehen Eimer Wasser. Es ist zahm als ein Lamm, dieweil es nur ein Monat alt gewesen, als es mit Stricken gefangen, nachdem zuvor die Mutter von diesem Thier, von den schwarzen Indianern mit Pfeilen tod geschossen worden. Wie es noch gar jung gewesen, hat es zur Curiosität 2. Jahr, in den Zimmern um den Tisch gelauffen, wo man gespeiset. Das oben gedachte Thier, ist gewesen im Monat May 1747. 5. Schuhe 7. Zoll hoch, und zwölf Schuh lang auch 12. Schuh dick.”

Tab. XXIX. Das Nashorn. J.D.Meijer fec. et exc.Norib.
Tab. XXX. Die verkürzte Vorstellung des Nashorns von vornen. J.D. Meijer fec. et exc. Norib.

1756 Meijer Neurenberg pl XXIX
1756 Meijer Neurenberg pl XXIX
1756 Meijer Neurenberg pl XXX
1756 Meijer Neurenberg pl XXX

Source 4354. Rösel, Description of Flee dated 1749

* August Johann Rösel von Rosenhof (1705-1759), Miniatur-Mahler

Roesel von Rosenhof, A.J. 1749. Der monathlich-herausgegebenen Insecten-Belustigung. 2ter Theil, welcher acht Classen verschiedener sowohl inlaendischer, als auch einiger auslaendischer Insecte enthaelt: alle nach ihrem Ursprung, Verwandlung und andern wunderbaren Eigenschafften. Nürnberg, gedruckt bey J.J. Fleischmann.
https://www.biodiversitylibrary.org/item/215838#page/7/mode/1up

Original text (German)

p. 9 Text to Plate: Muscarum atque culicum Pl. II
Sammlung derer Mucken und Schnacken hiesiges Landes.
Beschreibung des so bekannten als beschwerlichen Flohes. Tab. II
§1
Im verwichenen 1748. Jahr, haben wir allhier in Nürnberg, ein in Europa sehr seltnes Their zu sehen bekommen, und viele die es sahen, konnten solches nicht genug bewundern. Es war selbiges ein Nashorn weiblichen Geschlechtes, welches nach dem Bericht dererjenigen so es zur Schau herum führten, damahls ein Alter von neun Jahre hatte; dabey aber zwölff Schuh lang, im Umkreis zwölff Schuh dick, und über fünff Schuh hoch gewesen: übrigens war es ein plumpes und ungeschicktes Their, und ausser seinem auf der Nase stehenden Horn, hatte es sonst nichts Besonders, als die dicke Haut, die ihm gleichsam zu einem Panzer diente, und so steif war, daß sie dem Their die Bewegung sehr schwer gemachet haben würde, wann solche die vorsichtige Natur nicht auch zu gleich mit verschiedenen Falten versehen hätte, innerhalb welchen sie ganz weich ist, so, daß dadurch die Bewegung des Thieres erleichtert wird; dieses aber ist meiner Erachtens das Wunderwürdigste gewesen. So klein nun hingegen, in Ansehung dieses hiers, ein Floh ist; so viel Sonderbares finden wir an ihn … [no further text about the rhinoceros, no illustration]

* Paraphased summary in:
Anonymous 1755. Beschreibung des so bekannten als beschwerlichen Flohes. Nützliche Samlungen (Hannoversche Anzeigen) Nr. 58, 21 July 1755: 914-918, no illustration.

Source 4355. Bibliographic information from Library of Georg Andreas Will

Broadsheet, see Nürnberg, Stadtbibliothek, Will. Sammlung, IV, 70 (from: Bibliotheca Norica Williana des Altdorfer Professors Georg Andreas Will (1727-1798)).

Will, G.A. 1773. Bibliotheca norica Williana: oder Kritisches Verzeichnis aller Schriften, welche die Stadt Nurnberg angehen und die zur Erlauterung deren Geschichte seit vielen Jahren gesammlet hat, nun aber im offentlichen Drucke beschreibet. Altdorf, J.P. Meyer.

Original text (German)
[p.253] Books in Folio
No. 70. Abbildung des zu Nürnberg angekommenen lebendigen Rhinoceros etc, mit einer Nachricht. Ein Bogen.
No. 71. Accurate Vorstellung von einem Rinoceros oder Nashorn etc. mit einer kurzen Nachricht. Ein Bogen.
Es sind auf dieses Nashorn, welches 1748. zu Nürnberg war, auch dreyerley Medaillen gepräget worden, die ich in den Nurnb. Münzbelustigungen, 1. Theil, 36. Stuck, beschrieben habe. Auch hat die Homännische Officin im Landcharten. Format eine ‘Abbildliche Geschichte der ausländischen Landthiere’ geliefert, deren zweytes Blat vom Febr. 1747, das Nashorn worstelet.

[p.256] Books In Quarto.
No. 77. Die naturliche Historie des Nashorns, welche von Doctor Parsons in einem Schreiben an Mart. Folkes abgefasset, mit zuverläßigen Abbildungen versehen und aus dem Engl. in das Deutsche übersehet worden von D. Ge. Leonh. Huth. Nurnb. 1747
Es erschien diese Schrift mit ihren 3. Kupfertafeln, ehe noch das Nashorn nach Nurnberg kam, wurde aber sodann durch den Augenschein, den wir von dem Thiere nahmen, bekräftiget. Umständlich wird zugleich von der ersten Abbildung gehandelt, die unser beruhmter Albr. Dürer A. 1515. von dem Nashorn mit einer deutschen Aufschrift gemacht hat.

Source 4356. Medals by Peter Paul Werner

Peter Paul Werner (1689-1771)

Medals by Peter Paul WERNER in Nürnberg, Germany

For medals, refer

Emmerig, H. 1978. p. 23, no. II – P.P. Werner, signed, dated

Type 1 – with age 8 ½ years

  • II.1      rhino facing right        P.P.Werner. 1748        German           silver, tin
  • II.2      rhino facing left          [no name] 1748           German           silver, tin

Type 2 – without age, weight on 6 May 1748 in Stuttgart

  • II.3      rhino facing left          P.P.Werner. 1748        French             silver, tin
  • II.4      rhino facing left          P.P.Werner. 1748        Italian              silver, tin
  • II.5      rhino facing left          P.P.Werner. [no date] German           silver, tin

Emmerig II.1 – RIGHT – GERMAN


Silver: 40.5 mm
Tin: 39 mm, 18.60 gram
Description:
Front:              Rhinoceros facing right in landscape.
Text:                NÜRNBERG / P.P. Werner

Reverse, German text, 15 lines

Dieser / Rhinoceros / ist 1741 durch den / Capitain David Mout / von der Meer aus Benga / len in Europe gebracht / und ist im Iahr 1747. als es / 8 ½ Jahr. Alt war 12 Schuh / lang. U: 12 Schuh dick und / 5 Schuh 7 Z: hoch gewest / es frist taeglich 60 Lb. / Heu 20 Lb. Brodt. Undt / sauft 14. Eimer / Wasser / 1748.

Examples of Emmerig II.1

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Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, no. Med15496

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https://objektkatalog.gnm.de/wisski/navigate/86321/view
Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, no. Med1891
39 mm. 19,44 gram

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https://objektkatalog.gnm.de/wisski/navigate/86320/view
Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, no. Med10301
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NB. Only date, no name, no place, german text
This medal of 1748 described, with text
pp. 188-189, no. 58 in Imhof 1782

Imhoff, C.A. 1782. Sammlung eines Nuernbergischen Munz-Kabinet welches mir vieler Mühe so vollstaendig, als moeglich, wenig Jahren zusammengetragen und sodann auf das genaueste beschrieben worden. Nuernberg. Vol. 1 part 2.
no. 58 has full stop after ‘Eimer’
no. 59 name of Werner is absent

Emmerig type II.2 – LEFT – GERMAN

Place Neurenberg, no artist     – see II.5 for place Neurenberg + artist P.P. Werner
Front: Rhinoceros facing left in landscape.
Text:  NÜRNBERG
Reverse, same as II.1
Silver: 40.5 mm
Tin: 40.5 mm

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https://rauch-auctions.bidinside.com/en/lot/24667/nrnberg-reichsstadt-ar-medaille-

Emmerig type II.3 – LEFT – FRENCH

Front:  Rhinoceros facing left in landscape.
Text:   NÜRNBERG / P.P. Werner
Reverse: Text in 14 lines

Ce / Rhinoceros / a été amene, d’Asie / en Europe par le Capitaine / David, Mout van der Meer; / l’an 1741. Il fut pesé a Stutgard / dans le. Wirtemberg le 6: May / 1748. Il pesoit. Pour lors cinq / mille livres il mange par / iour, soixante livres / de foin, vingt livres / de pain, et boit / quatorze sceaux / d’eau.

Silver, 40 mm
Tin (mit Kupferstift) 40 mm

Literature:

  • Verheij 1989, fig. 12 example in Koninklijk Penningenkabinet te Leiden.
  • Boelsche, W., 1876. Eine Rhinozeros-Denkmünze aus dem vorigen Jahrhundert. Isis: Zeitschrift fur alle naturwissenschaftlichen Liebhabereien 1 (18), 13 November 1876, 144-145
  • Imhoff, C.A., 1782. Sammlung eines Nuernbergischen Munz-Kabinet welches mir vieler Muehe so vollstaendig, als moeglich, wenig Jahren zusammengetragen und sodann auf das genaueste beschrieben worden. Vol. 1 part 2. Nurnberg, Paul Jonathan Feltzecker – pp. 189-190, no. 60

Examples:

http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Med15498
Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, no. Med15498
40,5 mm; 20,21 g

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https://objektkatalog.gnm.de/wisski/navigate/143205/view
Also: MedMerkel1.9.14
silver 40,5 mm, 21,9 gr

https://nat.museum-digital.de/object/1006280
Museum August Kestner, Hanover, Germany
Medal made by P.P. Werner
Diameter 4.1 cm, weight 21.6 g, Silver

Vorderseite: Im Abschnitt: NURNBERG / P. P. Werner. Rückseite: 14 Zeilen französischer Text:

CE / RHINOCEROS / A ÉTÉ AMENÈ, D’ASIE / EN EVROPE PAR LE CAPITAINE / DAVID; MOUT VAN DER MEER; / L’AN 1741. IL FVT PESÉ A STVTGARD / DANS LE. WIRTEMBERG LE 6:MAY / 1748. IL PESOIT POUR LORS CINQ / MILLE LIVRES IL MANGE PAR / IOVR, SOIXANTE LIVRES / DE FOIN; VINGT LIVRES / DE PAIN, ET BOIT / QUATORZE SCEAUX / D’EAU.

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Emmerig type II.4 – LEFT – ITALIAN

Silver (mit Kupferstift): 40 mm
Tin: (mit Kupferstift) 40.5 mm
Bronze: 40 mm

Front: Rhino facing left in landscape.
Text: NURNBERG / P.P. Werner
Reverse: Text in Italian, 17 lines

Questo / Rinoceroto / fu trasportado / d’Asia in Europa nell’ / Anno 1741. Dal Capitano / Davide Mout van der Meer / il medemo animale estato / pesato a Stutgardo nel / Wirtembergo li 6. Maggio. / 1748. E pesava allora cinque / mila libre, mangia ogni / giorni sessanta libre / di fieno, vinte libre / di pane e beve / quatuordici / secchie / d’aqua.

Literature:

  • Imhoff, C.A., 1782. Sammlung eines Nuernbergischen Munz-Kabinet – p. 190, no. 61
  • Voltolina 1998, no. 1518
  • Molmenti III, p. 254
  • Mezzaroba, L., 2000. Testimonianze medaglistiche: Carlo Goldoni. In: Gli strumenti musicali delle collezione dei Musei Civici Veneziani: pp. 101-106
  • Balletti, D., 1903. Medagliere veneto. Rassegna d’Arte 3 (9): 132-133, fig. 1

Examples:

  • Paris, Museum National d’Histoire Naturelle, no. MNHN.ME.128 see LINK
  • Collocazione del bene: Museo Diocesano Tridentino (Trento) – LINK
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Emmerig type II.5 – LEFT – GERMAN

Silver: 40.5 mm; 20.21 g
Tin (mit Kupferstift): 41 mm. 17.43 gram

Front: Rhinoceros facing left in landscape.
Text:  NÜRNBERG / P.P. Werner
Reverse: German text in 18 lines

Wahre / Abbildung / eines lebendigen / Rhinoceros oder Nashorns / so im Iahr 1741 als es drey / Iahre alt ware. Mit dem Schiff / Knabenhof aus Bengalen nach / Holland uberbracht worden / es ist solches in Asia in dem / Gebiet des Grosen Mogols in / der Landschafft Asem gefangen / worden. Im Iahr: 1748 ist es in / Stuttgard gewesen und be / funden worden 5 Schuh / 7 Zoll hoch. 12 Schuh lang / und 12 Schuh dick / und hat gewogen / 5000 Pfund.

Examples:

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Source 4357. Will 1764 about Medals by Werner

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Peter Paul Werner (Petrus Paulus Wernerus)
By Nikolaus Christopher Matthes (ca. 1729-1796)
(From De Ranitz, 2022, p. 241)

Will, G.A. 1764. Dreylerley Medaillen auf das Nashorn, welches 1748 in Nurnberg gewesen ist. Nuernbergischen Muenz Belustigungen Stuck 36, 8 September 1764: 281-288, fig. 1.

* Georg Andreas Will

Text:

1. Beschreibung derselben.

Die erste hat auf dem Avers, der hier alleine abgebildet ist, das linksschauende Nashorn. Oben strahlt die Sonne zwischen zwey Wölkgen hervor, und unten steht im Avers:

NVRNBERG. P. P. Werner.

Der Revers hat eine deutsche Aufschrift in 15 Zeilen also lautend:

DIESER RHINOCEROS IST 1741. DVRCH DEN CAPITAIN DAVID MOVT VON DER MEER. AVS BENGALEN. IN EVROPA GEBRACHT VND IST IM JAHR 1747. ALS ES 8 IAHR ALT WAR. 12 SCHVH LANG. V: 12 SCHVH DICK. VND 5 SCHVH 7 Z. HOCH GEWEST ES FRIST TÆGLICH 60 Pf. HEV. 20. Pf. BRODT. VND SAVFT 14 EIMER WASSER. 1748..

Die zweyte hat in der Haubtsache den nemlichen Avers, nur daß das Thier zur rechten schaut. Der hier ausgelassene Revers hat folgende italianische Aufschrift in 17 Zeilen:

QUESTO RINOCEROTO FV TRASPORTATO D’ ASIA IN EVROPA NELL ANNO 1741. DAL CAPITANO DAVIDE MOVT VAN DER MEER IL MEDEMO ANIMALE E STATO PESATO A STVTGARDO NEL WIRTEMBERO LI 6. ΜAGGIO. 1748. Ε PESAVA ALL ORA CINQUE MILA LIBRE. MANGIA OGNI GIORND [foll GIORNI heisen] SESSANTA LIBRE DI FIENO, VINTI LIBRE DI PANE, E BEVE QVATORDICI SECCHIE DE AQVA.

Die dritte hat den Avers der zweyten und auf dem Revers diese 14 zeilige franzosische Aufschrift:

CE RHINOCEROS A ÉTÉ AMENÉ D’ ASIE EN EVROPE PAR LE CAPITAINE DAVID MOVT VAN DER MEER. L’ AN 1741 IL FVT PESE A STVTGART DANS LE WIRTEMBERG le 6: MAY 1748. IL PESOIT. POVR LORS CINQ MILLE LIVRES IL MANGE PAR IOVR SOIXANTE LIVRES DE FOIN, VINGT LIVRES DE. PAIN ET BOIT QUATORZE SCEAVX DA EAV..

Das zu Nurnberg gewesene, welches eine geraume Zeit auf einem Plaz, die Schutt genannt, in einer dazu aufgeschlagenen Hutte gezeiget und mit grosser Verwunderung betrachtet worden, bilden nicht nur unsere Medaillen, sondern auch ein eigner Kupferstich gar wohl ab, unter welchem folgende kurze Beschreibung steht [cited].

Ob es auch damals so gar zahm gewesen, als es seinen Herrn ins Ungluck sturste, zweifle ich sehr. In folgenden 1749sten Jahre nemlich, nachdem sie Frankreich, und besonders Paris, besehen, und nach Italien übergehen wolten, schmiek die Bestie den Kahn um, darauf sie ans Schiff gebracht werden solte, und rettete sich durchs Schwimmen ans Ufer, ersaufte aber dagegen ihren Führer nebst andern elendiglich im Wasser. Wo sie nachgehends ingekommen, erinnere ich mich nicht, gelesen zu haben.

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Source 4358. Von Hagen 1771 about Medals by Werner

Hagen, J.G.F. von 1771. Hagnisches Original-Münzcabinet in Nürnberg. Nurnberg, Verlegts Martin Jacob Bauer. pp. 1-548.

Text:

p. 483 Auf seltene Thiere
8. Auf das Rhinoceros 1748 STUTGARDT 1 Loth
9. Dergleichen ONOLZBACH 1 £ 1 Qu. 5 Pf.
10. Dergleichen NURNBERG. 3 Qu 3 Pf.

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